{"id":311,"date":"2012-07-09T13:13:35","date_gmt":"2012-07-09T11:13:35","guid":{"rendered":"http:\/\/amisol.ch\/?p=311"},"modified":"2014-05-29T23:34:20","modified_gmt":"2014-05-29T21:34:20","slug":"geschichte-von-chepe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/amisol.ch\/?p=311","title":{"rendered":"Geschichte von Chepe"},"content":{"rendered":"<p>In den wenigen Zeilen, die hier folgen, haben wir die Geschichte von Jos\u00e9 Francisco genannt Chepe zusammengefasst. Er ist ein Bauer aus der Region San Dionisio (Nicaragua) und hat von Amisol ein Stipendium f\u00fcr eine h\u00f6here Ausbildung erhalten. Sein Beispiel zeigt die Bedeutung des Stipendienprojekts, welches Amisol seit 2003 unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><em>Nach der 2. Klasse hatte Chepes Vater kein Geld mehr f\u00fcr die Schule. Chepe musste auf dem Feld arbeiten, um seine neun Geschwister zu ern\u00e4hren. 22 Jahre sp\u00e4ter erhielt der Kleinbauer und Familienvater durch ein Stipendium von Amisol die M\u00f6glichkeit, die 6. Klasse in einem Kurs f\u00fcr Erwachsene abzuschliessen und somit die Primarschule zu beenden.<\/em><\/p>\n<p><em>Heute studiert er im 4. Jahr Agrarwissenschaften und ist als \u00e4ltester Student Koordinator seiner Klasse. Im Studium hat er seine praktischen Kenntnisse durch die Theorie vertieft, seine Experimentierfreudigkeit entdeckt und spricht dank der Fachsprache nun auf Augenh\u00f6he mit anderen Experten. \u201eOhne mein Studium w\u00e4re ich nicht da, wo ich jetzt bin.\u201c Weit gebracht hat er es tats\u00e4chlich. Als Vorstandsmitglied des nationalen Trinkwasserkomitees schreibt er Projektantr\u00e4ge und verhandelt mit Beh\u00f6rden und Geldgebern. Da dies aber eine ehrenamtliche T\u00e4tigkeit ist, meint er: \u201eOhne Amisol w\u00fcrde ich nicht studieren, denn das Geld reicht gerade, um die Grundbed\u00fcrfnisse zu decken.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>Und er erz\u00e4hlt die Geschichte seines Freundes Eulogio, der 6 Monate mit ihm studiert hat: \u201eJedes Mal, wenn er sein Schulgeld bezahlen musste, verkaufte er einen Sack Bohnen. Dazu kamen noch andere Ausgaben wie Transport, Schulunterlagen und Kosten f\u00fcr die Praktika. Als Eulogio merkte, dass er sich zwischen Essen und Studium entscheiden musste, ist er pl\u00f6tzlich von der Universit\u00e4t fern geblieben. Ich habe immer wieder nach meinem Freund Eulogio gefragt. Erst nach eineinhalb Jahren sah ich ihn endlich wieder: \u2018Was ist passiert? Weshalb hast du das Studium abgebrochen, ohne mir was zu sagen?\u2019 \u2018Schau Chepe, mir war es peinlich, dir zu sagen, dass das Geld einfach nicht mehr ausreicht.\u2019\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>\u201eIn Nicaragua ist es schwierig f\u00fcr jemanden vom Land, ohne Unterst\u00fctzung an die Universit\u00e4t zu gehen. Ohne Gotten und G\u00f6ttis \u2013 so nennen wir euch n\u00e4mlich \u2013 beenden wir oft nur gerade die Primarschule. Einige schliessen die Sekundarschule ab \u2013 aber dann ist Schluss.\u201c Deshalb ist Chepe dankbar, dass er unterst\u00fctzt wird. Er und auch die anderen Stipendienempf\u00e4nger m\u00f6chten ihren Teil beitragen: \u201eWir haben eine einzige M\u00f6glichkeit, euch zur\u00fcckzugeben, was ihr f\u00fcr uns getan habt: Wir erledigen unsere Aufgaben in der Organisation, wir fallen nicht durch die Pr\u00fcfungen und wir vergessen nie, wer uns unsere Ausbildung erm\u00f6glicht hat.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Die Erfolgsgeschichte von Chepe war auch dank einem monatlichen Betrag von 50 Dollar von Amisol m\u00f6glich, mit welchem wir diesen bereitwilligen Bauer seit mehreren Jahren unterst\u00fctzen. Wenn Ihr \u00e4hnliche Geschichten erm\u00f6glichen m\u00f6chtet, k\u00f6nnt Ihr das gerne machen, indem Ihr einen Beitrag auf das Postcheckkonto von Amisol \u00fcberweist:<\/p>\n<p><strong>Amisol Nr. 87-615669-7\u00a0<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den wenigen Zeilen, die hier folgen, haben wir die Geschichte von Jos\u00e9 Francisco genannt Chepe zusammengefasst. 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